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Mit EURASIA stellt sich dem nationalen und internationalen akademischen Publikum eine neue Zeitschrift für geopolitische Studien vor. EURASIA beabsichtigt, wissenschaftlichen Studien und Diskussionen im Bereich der Geopolitik wichtige Impulse zu geben und diese zu verbreiten mit dem Ziel, bei Politkern, Intellektuellen, Angehörigen von Militär und Wirtschaft, sowie nicht zuletzt bei Journalisten das Denken in Zusammenhängen einer eurasiatischen Dimension anzuregen und zu fördern. Der Horizont von EURASIA beschränkt sich keinesfalls auf die Diskussion internationaler Beziehungen im engeren Sinne, sondern greift aus auf grundlegendere Zusammenhänge, indem er die Auswirkungen kultureller und geistiger Beziehungen unter den die eurasiatische Landmasse bewohnenden Völkern auf ihre in Geschichte und Gegenwart entstandenen geopolitischen Ausprägungen, sowie auf die möglichen Szenarien der Zukunft ins Visier bringt.

Ohne eine spezifische akademische Disziplin zu vertreten und ohne sich auf spezifische, methodologische Zugänge zur Erforschung und Interpretation geopolitischer Ereignisse festzulegen, ist EURASIA von dem Ehrgeiz getragen, bei dem mit den einschlägigen Fragestellungen befassten Publikum das Bewusstsein um die Wiederentdeckung einer eurasiatischen Dimension zu schärfen und diese Dimension in der Vielfalt und Verschiedenartigkeit ihrer historischen Wirklichkeit auszuloten. Das Bewusstsein um eine eurasiatische Dimension bringt einen innovativen Faktor in die geopolitische Diskussion des 21. Jahrhunderts und gibt ihr eine entschiedene Wendung – im Gegenzug zu den gesteuerten, restriktiven, ideologisch vorgezeichneten und mithin unwissenschaftlichen Theorien eines „Aufeinanderprallens der Kulturen“ oder eines „Schmelztiegels“, die bereits sowohl in akademischen Kreisen wie im praktischen Leben so viel Verwirrung gestiftet und Unheil angerichtet haben.

Diese Überlegungen haben dazu geführt, daß die Zeitschrift über geopolitische Studien und Erörterungen im eigentlichen Sinn hinaus, kritische Auseinandersetzungen mit den vorherrschenden Doktrinen, sowie analytisch fundierte Ausblicke auf mögliche Zukunftsszenarien anbietet und durchaus auch Artikel, Essays und Studien zu Wort kommen lässt, die sich mit Erörterungen, Ergebnissen und Methodologien aus unterschiedlichsten Bereichen, wie der Ethnologie, der Religionsgeschichte, der Völkerpsychologie und der Erforschung kollektiver Identitätsbildung, der Morphologie der Geschichte, der Soziologie, den Wirtschafts- und politischen Wissenschaften, der Kommunikationswissenschaft und der Naturwissenschaften befassen, sofern diese unter dem Aspekt ihrer geopolitischen Dimension relevant sind.

Darüber hinaus werden Studien und Analysen zu geowirtschaftlichen Fragestellungen als neues, eigenständiges Feld der geopolitischen Forschung erörtert , das die Geofinanz mitbeinhaltet, um einen methodischen Zugriff auf die auf planetarischer Ebene wirksamen Wirtschafts- und Finanzstrategien (sowohl der heute dominanten Staaten, wie der Inhaber wirtschaftlicher Großmacht) zu erarbeiten und den Blick auf Chancen und Perspektiven freizulegen, die sich für die heute schwächeren Nationen auftun; auch Analysen und Erörterungen, die sich – stets unter dem Aspekt ihrer geopolitischen Relevanz – mit dem heiklen Thema der Sicherheit befassen, werden keinesfalls außeracht gelassen.

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