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Palästina – eine Provinz Eurasiens

Palästina :::: Tiberio Graziani :::: 1 giugno, 2009

n einem neuen, multi-polaren System werden sich – sofern man die Wahrscheinlichkeit eines von Israel und den USA gegen Iran gerichteten Militärschlags ausschließt – die Vorhaben Israels einer Vertreibung und Ausdehnung der Souveränität Tel Avivs auf das gesamte Westjordanland und den Gazastreifen nur schwerlich verwirklichen lassen; es müssten schließlich außer den Hauptakteuren der Region, nämlich die Türkei, Jordanien, Syrien, Ägypten und der Iran, auch die internationalen Mächte, Russland und China in Betracht gezogen werden. Moskau und Peking haben von einer Eindämmung des israelischen Expansionsdrangs nur zu gewinnen und können seine Verwurzelung im Nahen Osten nicht begrüssen. Ein militärisch und wirtschaftlich starkes Israel würde auf mittlere Sicht den beiden eurasiatischen Mächten zur echten strategischen Bedrohung werden, angesichts der engen Bande zwischen Tel Aviv und Washington und des Einflusses, den die Israel-Lobby auf die Außenpolitik der Vereinigten Staaten ausübt.



Wer sind die Vorfahren der Juden?

Judentum :::: Claudio Mutti :::: 1 giugno, 2009

Dem Anschein nach war es der deutsche Historiker Ludwig von Schlözer (1735-1809), der erstmalig , i.J. 1781, das Adjektiv semitisch einsetzte, zur Bestimmung einer Sprachgruppe (Syrisch, Aramaisch, Arabisch, Hebräisch, Phönizisch), die bei den Völkern, die eine Stelle in der Bibel (Gen. 10,21-31) als Abkömmlinge der Söhne Sems, des Sohns Noahs, bezeichnet, in Gebrauch war. Der Neologismus wurde von der Gemeinschaft der Linguisten angenommen und in der Tat treffen wir auf ihn i.J. 1890, in den Lectures on the Comparative Grammar of the Semitic Languages, von W. Wright (1830-1889), dann 1898 in Heinrich Zimmerns (1862-1931) Vergleichende Grammatik der semitischen Sprachen, sowie 1913 in Carl Brockelmanns (1868-1956) Grundriss der vergleichenden Grammatik der semitischen Sprachen.



Indiolateinamerika und Eurasien: Die Säulen des neuen multipolaren Systems

Indiolateinamerika :::: Tiberio Graziani :::: 1 settembre, 2008

Das US-Abenteuer in Georgien sowie die eklatante Wirtschafts- und Finanzkrise, die das westliche System derzeit heimsucht, zeigen, daß die Vereinigten Staaten von Amerika an diesem Punkt in der Geschichte nicht in der Lage sind, die Führungsrolle zu übernehmen. Auf Grundlage beispielsweise der Dichotomien Ost—West, Nord—Süd, Mitte—Peripherie etc. scheinen keinerlei künftige geopolitische Szenarien von Bedeutung herauszuarbeiten zu sein. Betrachten wir die kontinentalen sowie multikontinentalen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der globalen Akteure, so zeigen sich uns die Säulen, auf denen ein neues internationales System für Indiolateinamerika und Eurasien ruhen kann.



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